Von München über Schliersee nach Bayrischzell

Herzlich Willkommen und Grüß Gott

wie wohl bei vielen begann meine Liebe zur Modellbahn in meiner Kindheit.

Im Alter von 8 Jahren bekam ich von meinen Eltern zu Weihnachten ein Startset von Fleischmann geschenkt. Es bestand aus einer kleinen Dampflok einem Trafo und zwei Metallwägelchen. Innerhalb der nächsten Jahre wurde das Set ergänzt und gipfelte in eine Platte von 2 x 1 m, die mit einer Grasmatte beklebt war. Eine zweite Lok (eine V200) kam hinzu und ein kleinere Anzahl von unterschiedlichen Wagons. Mit einem sehnlichst gewünschtem zweiten Trafo konnte ich nun zwei getrennte Stromkreise abbilden. Die Weichen wurden immer noch mit der Hand gestellt. Das Highlight waren zu Weihnachten die zahlreichen Fallerbausätze mit denen ich dann tagelang beschäftigt war. Da es Internet noch nicht gab musste jeder Katalog bezahlt werden und wurde wie ein Schatz gehütet. Mit vierzehn zog die Platte dann ins Dachgeschoß um und wurde ein wenig erweitert. Mein sehnlichster Wunsch war dann eine automatische Entladungsstelle für Kipploren und Selbstentladewagen.

Und dann begann eine lange Pause. Das andere Geschlecht wurde interessant und die Platte staubte im Dachgeschoß langsam aber sicher ein. Immer wieder kaufte ich mir mal einen Katalog und verfolgte die zunehmende Technisierung und natürlich auch Digitalisierung dieses Hobbys. Existenzgründung und Familie sorgten dann in abwechselnder Reihenfolge für Mangel an Geld, Zeit oder Platz.
Irgendwann wurde das Kinderzimmer frei und erste Planungen in H0 begannen am Computer zu entstehen. Schnell merkte ich, dass der mir zur Verfügung stehende Platz (ca. 4m x 2m) nicht für meinen Traum ausreichte. Also überlegte ich hin und her, am Ende fiel die Wahl auf die Spur der Mitte. Für mich der beste Kompromiss aus:

  • …was kann ich darstellen
  • …meinen elektrischen und elektronischen Kenntnissen
  • …meinen motorischen Fähigkeiten
  • …schlechter werdenden Augen

Durch Zufall stieß ich dann auf das Thema „Multideckanlage“, das in den USA eine Vielzahl an Anhängern hat. Das schien mir für meine Raumverhältnisse die Königslösung zu sein – wenn da nicht eine maximale Anlagenbreite von 70 cm gewesen wäre. Wie mit einem vernünftigen Radius eine Kehre bewerkstelligen? Die Lösung ist ungewöhnlich:
Statt eines Schattenbahnhofs plante ich einen Deckenbahnhof, der oberhalb des Türstocks platziert ist, So war problemlos eine Ebenentiefe von 80 cm realisierbar.
Verbunden werden nun drei Ebenen über eine zentrale Wendel.

In der Höhe absteigend stellt sich die Anlage nun wie folgt da:

  1. Der Decken (-Schatten) Bahnhof „München“, als große Kehrschleife
  2. Der Spitzkehrenbahnhof „Schliersee“
  3. Der Endbahnhof „Bayrischzell“ mit verdeckter Kehrschleife und einer Paradestrecke im Hintergrund

Eine ausführliche Recherche nahmen auch die Themen Digitalsystem und Software ein. Diese beiden Themen entwickeln sich für mich zunehmend mehr zum Hobby im Hobby.
Da ich nicht auf meinen iMac verzichten wollte blieb zum Zeitpunkt der Entscheidung als Steuerungssoftware nur iTrain übrig. Es war die einzige Software, die in eine Java-Umgebung laufend für Windows, Linux und MacOS zur Verfügung stand. Als Digitalsystem entschied ich mich für BiDiB, was mich von der Leistungsfähigkeit und Support nach wie vor zu 100% überzeugt.